SPD-Fraktion im Römer
SPD Unterbezirk Frankfurt

Meldung:

Frankfurt am Main , 11. Mai 2017
Holger Tschierschke – Planungspolitiker der SPD-Fraktion im Römer

Wohnungsbaugenossenschaften sorgen für dauerhaft preisgünstigen Wohnraum – Kooperation mit Wohngruppen als Zukunftsmodell

Holger Tschierschke – Planungspolitiker der SPD-Fraktion im Römer

Richtfeste sind im neuen Frankfurter Stadtteil Riedberg nichts außergewöhnliches, doch das heutige Richtfest für ein Mehrfamilienhaus mit 14 Wohnungen freut die SPD-Fraktion im Römer besonders. Denn hier baut Frankfurts älteste Baugenossenschaft, der Beamten-Wohnungs-Verein Frankfurt am Main eG, für die Wohngruppe Gewagt e.V. ein neues Zuhause.

Für Holger Tschierschke, Planungspolitiker der SPD-Fraktion, sind es solche Projekte, die dem genossenschaftlichen Wohnen neuen Anschub geben können: „Die Genossenschaften sind traditionell Garanten für langfristig stabile Mieten, da sie nicht renditeorientiert wirtschaften. Dies entspricht auch dem Interesse der meisten Wohngruppen, die im Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. zusammengeschlossen sind. Die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens lässt sich hervorragend mit den Vorteilen des genossen-schaftlichen Wohnens kombinieren, denn so kann auch bei dem Scheitern eines Wohnprojekts der langfristige Erhalt preiswerten Wohnraums gesichert werden. Dies ist ausdrücklich im Sinne der Stadt Frankfurt.“

Im Koalitionsvertrag von SPD, CDU und Grünen ist die Förderung des Wohnungsbaus durch „alternative Wohnformen, Baugruppen und Genossenschaften“ explizit verankert. Bei neuen Bauprojekten sollen 15% der Flächen an derartige Interessenten vergeben werden.
Tschierschke räumt ein, dass die Koalitionspartner hier bisher nicht in erster Linie die traditionellen Baugenossenschaften im Blick hatten: „Es gibt in der Tat Vorbehalte, die möglicherweise aus der – im Vergleich zu anderen Städten – geringeren Tradition und damit Marktmacht der Genossenschaften herrühren. Das Richtfest und die bestehende Zusammenarbeit zwischen dem Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. und der Kooperation der Frankfurter Wohnungsbaugenossenschaften zeigen aber, dass Wohngruppen und Genossenschaften nicht Konkurrenten um knappe Wohnbauflächen, sondern Partner sind. Das sollte von uns ausdrücklich unterstützt werden.“

Tschierschke schlägt vor, dass solche Kooperationen zwischen Wohngruppen und Genossenschaften bei der Vergabe städtischer Grundstücke zukünftig bevorzugt werden sollen.

Der Kooperation der Frankfurter Wohnungs-baugenossenschaften gehören neun Genossenschaften mit ca. 11.000 Wohnungen an. Die Durchschnittsmiete beträgt nach Angaben der Kooperation derzeit knapp 6,40 Euro pro Quadratmeter, bei Neubauten wird eine Miete von maximal 10,- Euro pro Quadratmeter angestrebt.

Das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. unterstützt die Realisierung von Wohnprojekten, die durch eigene Initiative entstehen und deren Struktur und Bestimmung die Bewohner selbst planen. Acht Projekte befinden sich derzeit im Bau, siebzehn Projekte wurden bereits realisiert, aber neunzehn im Netzwerk organisierte Gruppen sind bisher noch ohne Wohnstandort.


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