SPD-Fraktion im Römer
SPD Unterbezirk Frankfurt

Meldung:

28. Juni 2018
Sieghard Pawlik – wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Römer

Römerkoalition stärkt Position der Wohnungsbaugenossenschaften bei Konzeptvergaben

Die Frankfurter Regierungskoalition hat sich auf Initiative der SPD darauf verständigt, dass auch Wohnungsbaugenossenschaften bei städtischen Konzeptvergaben zum Zuge kommen sollen, wenn diese mit Baugruppen oder gemeinschaftlichen Wohngruppen kooperieren.

Für Sieghard Pawlik, den wohnungspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, ist die Vereinbarung ein erster Schritt zu Stärkung des genossenschaftlichen Wohnens in Frankfurt: „Die Genossenschaften sind traditionell Garanten für langfristig stabile Mieten, da sie nicht renditeorientiert wirtschaften. Dies entspricht auch dem Interesse der meisten Wohngruppen, die im Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. zusammen-geschlossen sind. Die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens lässt sich hervorragend mit den Vorteilen des genossenschaftlichen Wohnens kombinieren, denn so kann auch beim Scheitern eines Wohnprojekts der langfristige Erhalt preiswerten Wohnraums gesichert werden. Dies ist ausdrücklich im Sinne der Stadt Frankfurt.“

Die Koalition hat es sich zum Ziel gesetzt, den Wohnungsbau durch alternative Wohnformen, Baugruppen und Genossenschaften zu fördern, dafür sollen bei neuen Bauprojekten bis zu 15% der Flächen an diesen Interessenkreis vergeben werden. Zudem werden über den Liegenschaftsfonds bei der städtischen Konversions-Grundstücksentwicklungs-gesellschaft (KEG) immer wieder Konzeptvergaben durchgeführt. Bei der Konzeptvergabe erfolgt der Zuschlag für die Grundstücksvergabe nicht entsprechend des Höchstgebots, sondern nach einem Kriterienkatalog, der u.a. die Errichtung preiswerten Wohnraums mit Spekulationsverbot vorsieht.

Pawlik erwartet angesichts der weiter steigenden Mieten eine Renaissance des Genossenschafts-gedankens im Wohnungsbau: „Von einem angestaubten Image ist längst nicht mehr die Rede und auch konservative Politiker haben die Vorteile des Genossenschaftsgedankens erkannt. Ich kenne viele Menschen, die sehr froh sind, bereits vor einigen Jahren Mitglied einer Wohnungsbau-genossenschaft geworden zu sein, auch wenn sie damals noch keinen konkreten Wohnungsbedarf hatten.“

Ziel der SPD-Fraktion ist es, den Frankfurter Wohnungsbaugenossenschaften einen besseren Zugang zu bezahlbaren Grundstücken zu ermöglichen: „Genossenschaften sind nicht auf den geförderten Wohnungsbau spezialisiert, versuchen aber im frei-finanzierten Neubau Mieten um die 10 € je Quadratmeter zu gewährleisten. Bei den derzeit aufgerufenen Spekulationspreisen für Grundstücke kann aber keine Genossenschaft mithalten. Zumindest bei Grundstücken, die sich in öffentlichem Besitz befinden, sollte daher eine Konzeptvergabe der Regelfall sein. Ich bin sicher, dass dann die Konzepte der Genossenschaften gute Chancen haben“, ist Pawlik überzeugt.


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