SPD-Fraktion im Römer
SPD Unterbezirk Frankfurt

Meldung:

Frankfurt am Main, 25. Mai 2018
Sieghard Pawlik – planungspolitscher Sprecher der SPD-Fraktion:

Neubaugebiet am Main-Taunus-Zentrum sollte ernsthaft geprüft werden

Die SPD-Fraktion im Römer steht dem Vorschlag des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain für ein Neubaugebiet am Main-Taunus-Zentrum grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber und wünscht sich eine ernsthafte Prüfung der Idee.

„Ich freue mich, dass der Regionalverband einen eigenen konkreten Vorschlag zur Milderung der Wohnungsnot in der Region gemacht hat. Dieses Baugebiet könnte eine Ergänzung zu den Planungen der Stadt Frankfurt beiderseits der A 5 sein – der Bedarf besteht in jedem Fall und der neue Vorschlag macht ja deutlich, dass ein neues Stadtquartier auch beiderseits einer vielbefahrenen Straße durchaus denkbar ist“, so Sieghard Pawlik, der planungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Römer.

Der Teufel steckt aber laut Pawlik im Detail: „Zunächst muss geprüft werden, ob die Retentionsräume für den Liederbach, zu erhaltende Frischluftschneisen oder Probleme bei der Verkehrsanbindung eine Bebauung behindern oder einschränken. Zudem gibt es ja bereits die ersten Abwehrsignale aus Sulzbach. Ohne eine Zustimmung aus Sulzbach macht es wenig Sinn, viel Zeit und Energie in diesem Vorschlag zu investieren.“

Pawlik kritisiert daher auch das mangelnde Problembewusstsein in vielen Umlandkommunen:
“Der Regionalverband hat bis 2030 einen Bedarf von über 180.000 neuen Wohnungen in der gesamten Region konstatiert. Dem steht allein im Frankfurter Umland ein bereits durch den regionalen Flächennutzungsplan abgesichertes Wohnbau-potenzial von knapp 80.000 Wohnungen entgegen. Es wäre gut, wenn man in den Kommunen mehr Energie in die Erschließung dieser Potenziale investieren würde, als immer wieder die Gefahr der Vereinnahmung durch das böse Frankfurt zu beschwören. Beim Bau des Main-Taunus-Zentrums und einigen Eschborner Gewerbegebieten hat man auch keine Angst vor der Nähe der Frankfurter Stadtgrenze oder dem Verlust der vielbeschworenen polyzentralen Struktur gehabt.“

SPD-Fraktion im Römer

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