SPD-Fraktion im Römer
SPD Unterbezirk Frankfurt

Meldung:

05. September 2018
Kristina Luxen – Stadtverordnete der SPD-Fraktion im Römer

Inklusion gelingt nur mit den richtigen Ressourcen

„Wir können es gar nicht oft genug sagen: Echte Inklusion steht und fällt mit den bereitgestellten Ressourcen ", erklärte Kristina Luxen, Mitglied des Bildungsausschusses im Römer Frankfurt, am Dienstag. „ Umso dankbarer bin ich, wenn sich die, die täglich damit zu tun haben, an unsere Seite stellen, um bei der CDU-geführten Landesregierung darauf hinzuwirken, endlich genügend Förderschullehrer und –lehrerinnen auszubilden und zu beschäftigen.“ Dass Förderschulkräfte oft nur wenige Stunden an inklusiv arbeitenden Schulen unterrichten könnten, sei schlicht zu wenig. „Das trägt dazu bei, dass sich betroffene Kinder und Eltern an schlecht ausgestatteten Schulen nicht willkommen fühlen und Eltern das Gefühl haben, ihr Kind sei nicht gut aufgehoben.“ Hier bestehe Handlungsbedarf für die Landesregierung, so Luxen.
„Wir versuchen als Frankfurter Schulträger dort nachzuhelfen, wo wir können. So haben wir in diesem Jahr beispielsweise die Nachmittagsbetreuung an der Förderschule Viktor-Frankl-Schule finanziert, obwohl dies eigentlich Aufgabe des Landes ist. Aber unsere Mittel und Kompetenzen sind eben begrenzt“, erklärt Luxen weiter. Hinzu komme, dass Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) unabhängig vom Land die Jugendhilfe an der Schule ausgebaut habe, um Kinder zu unterstützen und Lehrkräfte zu entlasten. Oft sei man jedoch schlicht an die Vorgaben von Bund und Land gebunden, dies gelte besonders bei der Inklusion.
Aktuell, erklärt Luxen, fände im Hessischen Kultusministerium eine Anhörung zu einer Verordnung statt, die unter Anderem die Errichtung von Kooperationsklassen beinhaltet. „Die Dezernentin handelt hier wirklich vorausschauend, wenn sie deren Einrichtung bereits in die Planung mit aufnimmt. Sonst wird den Schulträgern schließlich oft vorgeworfen, alles dauere zu lange“, gibt die Sozialdemokratin zu bedenken. Eine Kehrtwende zurück sei schließlich sehr unwahrscheinlich und würde der bestehenden Gesetzeslage wiedersprechen:
„Seit 2012 ist die Stadt Frankfurt eine Modellregion der inklusiven Bildung, die von der schwarz-grünen Landesregierung eingerichtet wurde. Essentieller Bestandteil des Konzepts sei jedoch, dass die Stellen für Förderlehrkräfte gesichert blieben. „Ich ärgere mich einfach, dass dann in den vergangenen Jahren noch Stellen vom CDU-Kultusminister Lorz gestrichen wurden. Das hat zu dem aktuellen Krankenstand von 60.000 Lehrkräften geführt. Das geht natürlich auch zu Lasten der Inklusion“ betont Luxen.
„Es ist einfach unerträglich zu sehen, wie vor allem die Kinder, aber auch die Lehrkräfte, unter diesen Entscheidungen zu leiden haben. Einerseits fehlen Lehrkräfte aller Art und andererseits sind wir eines der wenigen Bundesländer, das Lehrkräfte durch unsichere Verträge in den Sommerferien arbeitslos macht und abschreckt.“
„In den vergangenen Wochen haben die SPD-Fraktion viele Briefe von betroffenen Eltern und Lehrkräften erreicht, die die Forderungen nach Wahlfreiheit und einer angemessenen Lernbegleitung wiederholt deutlich gemacht haben“, so die Sozialdemokratin. Der kommende Schulentwicklungsplan, der bereits von CDU, SPD und Grünen im Magistrat beschlossen worden sei, habe diese Wünsche mit aufgenommen. „ Seit Frau Weber im Amt ist, wird der Schulentwicklungsplan jährlich fortgeschrieben. Dies haben wir bewusst so entschieden, um die Bedarfe jährlich zu ermitteln und auf diese einzugehen. Mehr personelle und organisatorische Unterstützung vom Land würden wir sehr begrüßen“, so Luxen abschließend.

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