SPD-Fraktion im Römer
SPD Unterbezirk Frankfurt

Meldung:

05. Juni 2019
Sieghard Pawlik – Planungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Integriertes Stadtentwicklungskonzept ist eine unverzichtbare Planungsgrundlage

Für mich ist das von Planungsdezernent Mike Josef vorgestellte Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISTEK) eine nachhaltige und unverzichtbare Grundlage für die weitere Entwicklung Frankfurts.

Das ISTEK zeigt die Entwicklungspotenziale der Stadt für die nächsten Jahrzehnte auf und das ist angesichts des anhaltenden Bevölkerungs-zuwachses und rasant steigender Mieten unbedingt erforderlich. Es ist aus meiner Sicht völlig normal, dass nicht alle potenziellen Entwicklungsflächen Zustimmung finden. Ich gehe dennoch weiterhin davon aus, dass die Koalition das ISTEK in der Stadtverordnetenversammlung als offizielle Arbeitsgrundlage für den Magistrat beschließen wird. Über einen konkreten Bebauungsplan für einzelne Areale muss die Stadtverordnetenversammlung dann jeweils gesondert entscheiden.

Ich erhoffe mir vom ISTEK, dass Entscheidungen über neue Wohngebiete und mögliche Nachverdichtungen schneller gefällt werden können. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht eine Lösung für den eklatanten Mangel an bezahlbarem Wohnraum und ohne den Bau neuer Wohnungen wird dies nicht gelingen. Das ISTEK sagt klar, wo Wohnungsbau in Zukunft denkbar ist, definiert aber auch die Grenzen des Wachstums. Wir wollen ja, dass die Menschen weiterhin gerne in Frankfurt wohnen. Dazu gehören eben auch ausreichende Grünflächen, Parks und unverbaute Frischluftschneisen. Allerdings liegt die Einwohnerdichte in Frankfurt deutlich niedriger als in München, Wien oder Kopenhagen, so dass auch mit dem Umsetzung des ISTEK nicht die Gefahr besteht, dass Frankfurt zu einer Betonwüste verkommt. Diese Besorgnis vieler Kritiker des Wohnungsbaus geht an der Realität vorbei.

Ich möchte aber sehr wohl, dass zukünftige Bauvorhaben sich stärker an den klimatischen und ökologischen Erfordernissen orientieren. Ich würde mir wünschen, dass der neue Stadtteil im Frankfurter Nordwesten aus ökologsicher Sicht ein echter Modellstadtteil wird, der auch die Kritiker zufrieden stellt. Dazu gehören dann unter anderem eine Energieversorgung nach modernstem Stand der Technik, getrennte Wassersysteme für Brauch- und Frischwasser, großzügige Grünflächen, Sportflächen und eine Minimierung des motorisierten Individualverkehrs.

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